Brutto oder Netto: wie Versicherungen vergütet werden

Kaum jemand weiß, wie eine Finanz- oder Versicherungsberatung eigentlich bezahlt wird. Dabei entscheidet genau das oft mit darüber, wie viel von Ihrem Geld am Ende für Sie arbeitet.

Ich erkläre den Unterschied zwischen Brutto- und Nettotarifen - und was die neue EU-Kleinanlegerstrategie daran ändert.

Brutto: die Provision steckt im Beitrag

Bei klassischen Bruttotarifen ist die Vergütung des Vermittlers bereits in den Versicherungsbeitrag einkalkuliert - als sogenannte Abschluss- und Vertriebskosten. Sie zahlen also keine Rechnung, die Kosten sind aber trotzdem da.

Der Vorteil: Sie haben keine separaten Kosten und müssen nichts extra überweisen. Der Nachteil: Gerade bei Sparprodukten kann die einkalkulierte Provision über die Jahre einen spürbaren Teil der Rendite kosten.

Netto: Honorar statt Provision

Bei Nettotarifen ist keine Abschlussprovision einkalkuliert. Stattdessen zahlen Sie für die Beratung ein transparentes Honorar - zum Beispiel pauschal oder nach Stunden.

Weil mehr von Ihrem Beitrag in den Vertrag fließt statt in Vertriebskosten, kann sich das über lange Laufzeiten auszahlen. Wichtig ist eine ehrliche Rechnung: Ob sich Netto lohnt, hängt von Produkt, Laufzeit und Höhe des Honorars ab. Genau das rechne ich neutral mit Ihnen durch.

Was die EU-Kleinanlegerstrategie ändert

Die EU hat 2026 ihre Kleinanlegerstrategie (Retail Investment Strategy) auf den Weg gebracht. Ein generelles Provisionsverbot ist dabei vom Tisch.

Stattdessen kommen mehr Transparenz- und Dokumentationspflichten: Vermittler müssen künftig deutlicher darlegen, welchen konkreten Mehrwert eine Provision für Sie hat, und alle Kostenbestandteile gesondert ausweisen. Einzelne Mitgliedstaaten dürfen national strengere Regeln bis hin zu einem Provisionsverbot einführen. Unterm Strich heißt das: mehr Klarheit darüber, was Sie wofür zahlen.

Was bedeutet das für Sie?

Sie bekommen mehr Transparenz - und mehr Wahlfreiheit. Bei mir können Sie selbst entscheiden, ob ich auf Brutto- oder auf Nettobasis vergütet werde.

So wählen Sie den Weg, der für Ihre Situation am günstigsten und ehrlichsten ist - ohne dass eine Provision die Empfehlung steuert.

Häufige Fragen

Was ist günstiger - Brutto oder Netto?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Bei langen Spar- und Vorsorgeverträgen ist ein Nettotarif mit Honorar oft günstiger, weil keine Provision in den Beitrag einkalkuliert ist. Bei reinen Risikoabsicherungen kann auch ein Bruttotarif sinnvoll sein. Wir rechnen beides ehrlich durch.

Kommt jetzt ein Provisionsverbot in Deutschland?

Ein generelles Provisionsverbot ist mit der EU-Kleinanlegerstrategie vom Tisch. Es kommen aber mehr Transparenzpflichten. Einzelne Länder könnten national strengere Regeln einführen - in Deutschland ist das aktuell nicht geplant.

Bieten Sie beide Vergütungswege an?

Ja. Sie entscheiden, ob ich auf Brutto- oder Nettobasis vergütet werde. So bleibt die Beratung unabhängig von einer Provision.

Noch Fragen? Lassen Sie uns sprechen.

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Das Erstgespräch ist kostenfrei und unverbindlich. Auf Wunsch ist auch eine Honorarberatung möglich.

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